Kann der Eisprung auch manchmal ausfallen?

Nicht bei jedem Zyklus findet automatisch auch ein Eisprung (Ovulation, Follikelsprung) statt. Vor allem bei älteren Frauen ist es nicht selten, dass der Eisprung ausbleibt. Da der Zyklus ansonsten normal verläuft, muss das Ausfallen des Eisprungs nicht zwangsläufig eine Auffälligkeit bedeuten. Das Fehlen kann allerdings der Grund dafür sein, dass die Monatsblutung verkürzt oder verlängert wird oder sogar komplett ausbleibt. Relativ selten dagegen findet ein innerhalb eines Zyklus eine mehrfache Ovulation statt. Wenn alle Eier befruchtet werden, kommt es zu einer Mehrlingsschwangerschaft. Ab einem bestimmten Lebensalter kommt es zu keinem Follikelsprung mehr. Ab diesem Zeitpunkt befindet sich die betroffene Frau in den Wechseljahren.

Welche Gründe kann das Ausbleiben des Follikelsprungs haben?

Dass es manchmal keinen Eisprung gibt, kann verschiedene Gründe haben. Damit der monatliche Zyklus ordnungsgemäß abläuft, müssen verschiedene Faktoren optimal aufeinander abgestimmt sein. Der monatliche Zyklus und der Follikelsprung können beispielsweise durch hormonelle Störungen beeinträchtigt werden. Hormonelle Störungen sind zum Beispiel eine Schildrüsenunter- und Schilddrüsenüberfunktion. Die Ovulation kann zudem durch die Einnahme von Arzneimitteln, den Konsum von Drogen und Nikotin sowie durch körperliche Anstrengung, Belastungssituationen und/oder Stress beeinflusst werden. Selbiges trifft für starkes Untergewicht oder ein viel zu hohes Körpergewicht zu.

Regelmäßiges Stillen bremst den Follikelsprung

Durch regelmäßiges Stillen wird bei vielen Frauen die Ovulation gehemmt. Dies ist jedoch meist nur für einen Zeitraum von maximal 6 Monaten der Fall. Obwohl weiter gestillt wird, kommt es bei den betroffenen Müttern anschließend wieder zum Follikelsprung.

Unterdrückung der Ovulation durch die Anti-Baby-Pille

Die Unterdrückung des Follikelsprungs durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille ist gewollt. Um zu verhindern, dass schnell und unerwünscht eine neue Ovulation ausgelöst wird, muss dieses Verhütungsmittel regelmäßig eingenommen werden. Erbrechen, Durchfall oder ein Vergessen kann die Ursache dafür sein, dass eine Frau trotz Anti-Baby-Pille schwanger wird.

Nach Absetzen der Anti-Baby-Pille vergeht eine gewisse Zeit, bis wieder ein Follikelsprung stattfindet. Dieser Zeitraum ist von Frau zu Frau verschieden. Eine Ovulation kann schon nach zwei Wochen oder aber erst nach mehreren Monaten wieder einsetzen.

Während einer Schwangerschaft bleiben sowohl die Monatsblutung als auch der Eisprung aus.

Beeinflusst der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs das Geschlecht des Kindes?

Theoretisch wird davon ausgegangen, dass beim Sex wenige Tage vor dem Follikelsprung mehr Mädchen gezeugt werden. Erfolgt der Sex dagegen am Tag der Ovulation, werden mehr männlichen Babys geboren. In der Praxis dagegen ist das Verhältnis der Geschlechter dagegen relativ ausgewogen. Trotzdem wird weiter an der Überlegung festgehalten, dass das Babygeschlecht durch den Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs beeinflusst und bestimmt wird. Eine Befruchtung mit Spermien mit Y-Chromosomen führt dazu, dass ein männliches Kind das Licht der Welt erblickt. Y-Chromosomen sind übrigens fragiler, aber auch schneller als X-Chromosomen. Wird die Eizelle mit Spermien mit X-Chromosomen befruchtet, wird ein Mädchen geboren. Laut dieser Logik haben die schnelleren männlichen beim Sex am Tag des Follikelsprungs eine größere Chance, die Eizelle zu erreichen und zu befruchten als weibliche Spermien. Diese würden sich theoretisch eher durchsetzen, wenn einige Tage vor der Ovulation Geschlechtsverkehr stattfindet. Der Zeitsprung des Eisprungs kann von der Frau exakt berechnet werden.

About Andreas Fuchs

Ich bin Andre Fuchs, 56 Jahre alt und Doktor med. aus München. Zusammen mit meiner Frau führe ich seit nun über 20 Jahre eine kleine Praxis in einem Vorort von München. Zudem bin ich leidenschaftlicher Blogger und versuche euch hier auf meinem Infoportal, Tipps, Blogartikel und Anregungen über die Themen Kopfschmerzen, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden zu geben.

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