Abhilfe bei Allergiekopfschmerz

Wer kennt das nicht? Der Winter ist noch mitten im Gang, es ist gerade Ende Januar oder Anfang Februar und die ersten Allergiesymptome einer Blütenpollenallergie treten bereits auf. In diesem Fall reagieren sie vermutlich auf Hasel oder Erle; beide Baumarten sind im Januar bereits in der Vorblüte.

Besonders schlimm trifft es die, die im Winter auch noch extrem von einer Hausstauballergie (eigentlich Hausstaubmilbenallergie) betroffen sind. Der Staub wird durch die Heizungsluft in der Wohnung verwirbelt und der Allergiker atmet den Milbenkot, der sich an den Staub angeheftet hat, mit ein.

Als Folge schwillt die Nasenschleimhaut an, die Augen werden rot, tränen und nicht selten entsteht ein heftiger Druck im Kopfbereich. Aus diesem Druck kann sich leicht ein Allergiekopfschmerz entwickeln, der, wird er nicht behandelt, auch chronisch werden kann.

Maßnahmen gegen Blütenpollenallergien

Wer gegen Blütenpollen allergisch ist, der sollte gerade in der Zeit, in der die betroffenen Pollen fliegen, Gegenden mit diesen meiden. Darüber hinaus gibt es Nasensprays speziell für Allergiker, die nicht nur die Nasenschleimhaut abschwellen lassen, sondern auch gegen die Allergie ankämpfen. Bekannt ist hier zum Beispiel der Wirkstoff Levocabastin.

Gegen die roten und brennenden Augen helfen spezielle Augentropfen, wie zum Beispiel Allergodil  mit dem Wirkstoff Azelastin hydrochlorid.

Zur Einnahme gegen den Juckreiz und die Allergiebeschwerden helfen auch sogenannte Antihistaminika, wie zum Beispiel Cetirizin. Hier gibt es viele verschiedene Anbieter, die über Apotheken freiverkäufliche Tabletten oder Dragee anbieten.

Maßnahmen gegen die Hausstauballergie

Oberstes Ziel ist es, die Population der Hausstaubmilben zu verringern, auch wenn ein vollkommenes Ausrotten leider nicht möglich ist. Da die Hausstaubmilbe vornehmlich in Matratzen zu finden ist, sollte man sich Überzüge für Matratze Kissen und Decke zulegen. Diese Überzüge heißen Encasings (Singular Encasing) und schützen vor dem Milbenkot, da sie undurchlässig sind.

Da die Hausstaubmilbe eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von 75 % und mehr, sowie auch Wärme zwischen 25 und 30 °C liebt, bietet ihr die Matratze im Schlafzimmer dem perfekten Lebensraum. Mehrmals täglich länger lüften, wobei Kopfkissen, Bettdecke und andere Dinge am besten aus dem Bett entfernt werden, hilft die Matratze zu trocknen. Infolge dessen wird den Hausstaubmilben das gute Klima entzogen.

Moderne Staubsauger, unter anderem mit erstklassigem Filtersystem (z.B. Hepa-Filtern), hilft die Menge an Hausstaub deutlich zu reduzieren. Auch sogenannte Luftreiniger sind in der Lage den Staub aus der Luft zu filtern.

Letztlich gibt es gegen die Hausstaubmilben auch Sprays, die aus dem Öl des Niembaumes bestehen. Diese Sprays heißen Neemöl und töten die Hausstaubmilben ab. Wichtig zu wissen ist, dass der Kot damit nicht neutralisiert wird. Hausstauballergiker sollten sich daher regelmäßig, alle 5-8 Jahre, eine neue Matratze kaufen.

Fazit

Allergiekopfschmerzen sind unschön und werden normalerweise auch durch die verstopfte Nase und die Entzündungen im Nasenrachenraum hervorgerufen. Achtet man jedoch auf einige wichtige Dinge, so kann man die Kopfschmerzen durchaus vermeiden, oder zumindest dafür sorgen, dass sie nicht so häufig auftreten.

About Andreas Fuchs

Ich bin Andre Fuchs, 56 Jahre alt und Doktor med. aus München. Zusammen mit meiner Frau führe ich seit nun über 20 Jahre eine kleine Praxis in einem Vorort von München. Zudem bin ich leidenschaftlicher Blogger und versuche euch hier auf meinem Infoportal, Tipps, Blogartikel und Anregungen über die Themen Kopfschmerzen, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden zu geben.

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